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Darmgesundheit – 10 oft gestellte Fragen

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Google erhält täglich Tausende von Suchanfragen rund um das Thema Darm. Wir haben einige der häufigsten Fragen gesammelt und diese in dem untenstehenden Artikel beantwortet, um dich darüber aufzuklären, was in deinem Darm vor sich geht und warum.

Was ist die Darmflora?

Die Darmflora ist bei jedem Menschen vorhanden und besteht aus Billionen von Mikroorganismen, vor allem aus guten und schlechten Bakterien.

Die Darmflora ist an vielen primären Körperfunktionen beteiligt, und die Gesundheit der Darmflora beeinflusst, wie gut der Körper in Bezug auf u.a. Immunsystem, Gehirnfunktion, Verdauungsfunktion, Gehirnfunktion, Stoffwechsel, Körpergewicht und Hautgesundheit, funktioniert.

Die meisten Bakterien sind im Dünn- und Dickdarm angesiedelt. Diese Bakterien haben eine wichtige Funktion: Sie helfen die Nahrung zu verdauen und die darin enthaltenen Nährstoffe zu verwerten. Zusätzlich ist die Darmflora ein essenzieller Bestandteil des Immunsystems und schützt den Körper auf viele unterschiedliche Arten und Weisen vor bösen Bakterien und Krankheiten.

Die Darmflora eines jeden Menschen ist in Bezug auf die Arten und Mengen der einzelnen Bakterien völlig einzigartig. Aber eines ist sicher: Eine gesunde Darmflora besteht aus Billionen guter Bakterien. Wenn die Bakterien im Ungleichgewicht sind, gerät die Darmflora in einen Zustand der Dysbiose, der den Menschen anfälliger für Krankheiten und gesundheitliche Probleme macht.

Wie ist der Verdauungstrakt aufgebaut?

Der Verdauungstrakt besteht aus "hohlen" und "festen" Organen, die alle zusammenarbeiten, um alles zu verdauen, was wir zu uns nehmen.

Er erstreckt sich vom Mund bis zum Anus, wobei die „hohlen“ Organe Mund, Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm und Anus sind und die „festen“ Organe Leber, Bauchspeicheldrüse und Gallenblase sind.

Der Dünndarm besteht eigentlich aus 3 Teilen – dem Zwölffingerdarm, dem Leerdarm und dem Krummdarm. Der Dickdarm besteht aus dem Blinddarm, dem Dickdarm und dem Mastdarm.

Wie können die guten Bakterien im Darm gefördert werden?

Der beste Weg, gute Bakterien zu nähren, ist der Verzehr von Präbiotika – unverdauliche Ballaststoffe. Präbiotika fungieren als Nahrung für die guten Bakterien in der Darmflora, da sie vom Menschen nicht verdaut werden können und daher relativ intakt bei den Bakterien ankommen, was sie zu einer nahrhaften Nahrungsquelle macht.

Die guten Bakterien ernähren sich von den Nährstoffen der Präbiotika und ermöglichen es ihnen, stärker zu wachsen, zu gedeihen und sich zu vermehren. Indem sie sich vermehren, lassen sie den schlechten Bakterien weniger Platz, was die Gesundheit und das Gleichgewicht der Darmflora aufrechterhält.

Wenn die guten Bakterien keine Nahrungsquelle haben, können sie entweder absterben oder sich von der Darmschleimhaut ernähren, was zu Entzündungen und Schäden führen kann.

Eine weitere Möglichkeit die Darmflora zu unterstützen sind Probiotika. Probiotika sind lebende gute Bakterien, die man zu sich nimmt und die auf natürliche Art im Darm aufzufinden sind. Probiotika können der Darmflora als Starthilfe dienen und die Vermehrung der guten Bakterien beschleunigen.

Warum bin ich aufgebläht?

Blähungen treten auf, wenn im Darm zu viel Gas vorhanden ist. Wenn der Körper also Schwierigkeiten hat, die Nahrung zu verdauen, kann er mehr Gas produzieren, um den Verdauungsprozess zu unterstützen. Dies kann zu Blähungen führen.

Es kann viele Gründe dafür geben, dass der Verdauungstrakt Probleme mit der Verdauung hat, aber die häufigste Ursache sind die Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, und der Zeitpunkt, zu welchem wir sie essen. Wenn wir zu spät in der Nacht essen, kann es sein, dass der Körper über Nacht Probleme mit der Verdauung hat. Dies kann zu Blähungen am Morgen führen.

Wenn wir Lebensmittel essen, die wir nicht vertragen, oder zu viel auf einmal essen, kann das Verdauungsprobleme verursachen, die wiederum zu Blähungen führen.

Warum habe ich Verstopfung oder Durchfall?

Auch Verstopfung hat ihre Ursache in Verdauungsproblemen. Sie kann durch eine unzureichende Zufuhr von Ballaststoffen oder durch Dehydrierung verursacht werden. Ballaststoffe machen den Stuhl fester. Wasser hingegen lockert den Stuhl auf, so dass er den Verdauungstrakt leichter passieren kann.

Durchfall, auch Diarrhö genannt, kann auftreten, weil sich der Stuhl nicht richtig bildet und sich zu schnell durch den Verdauungstrakt bewegt. Nahrungsmittelunverträglichkeiten können die Ursache für beide Probleme sein, ebenso wie übermäßiges Essen, Nahrungsmittel die nicht nahrhaft sind wie z. B. verarbeitete und fettige Lebensmittel, oder gesundheitliche Probleme wie das Reizdarmsyndrom oder Morbus Crohn.

Warum habe ich Magenprobleme, wenn ich gestresst bin?

Zwischen dem Gehirn und dem Darm werden komplexe Signale gesendet, die als Darm-Hirn-Achse bezeichnet werden. Diese Signale ermöglichen es den beiden, miteinander zu kommunizieren, damit der Körper gut funktioniert.

An diesem Kommunikationsprozess ist auch das zentrale Nervensystem beteiligt, das dem Magen Stresssignale übermitteln kann.

Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf Gefahr – er fühlt sich bedroht oder steht unter Druck. Serotonin wird zu 95 % im Darm gebildet, und wenn das Gehirn gestresst ist, regt es den Darm dazu an, überdurchschnittlich viel Serotonin zu produzieren, wodurch die Nahrung schneller durch den Magen-Darm-Trakt befördert wird.

Dies kann zu plötzlichem Harndrang oder sogar zu plötzlichem Durchfall führen. Eine Funktionsstörung des Nervensystems, insbesondere des Vagusnervs, kann dazu führen, dass sich der Körper gestresst fühlt und die Darmmotilität zunimmt.

Welche Beziehung besteht zwischen Darm und Immunsystem?

Unser Immunsystem besteht aus Zellen, von denen sich etwa 70 % im Darm befinden. Das bedeutet, dass sich viele der Zellen, die Antikörper zur Bekämpfung von Keimen bilden, im Darm befinden.

Ein Ungleichgewicht zwischen guten und schlechten Bakterien kann zu Entzündungen führen, die das Immunsystem dann bekämpft. Dies erhöht die Anfälligkeit für Infektionen, da das Immunsystem weniger Zeit hat, sich auf fremde Eindringlinge zu konzentrieren, die krank machen könnten.

Gleichzeitig ist der Darm die größte Schnittstelle zwischen dem menschlichen Körper und der Umwelt und ist daher besonders anfällig für schlechte Bakterien und Keime. Die Darmflora mit ihren guten Bakterien legt sich wie ein schützender Film auf die Darmschleimhaut und bildet damit eine zusätzliche Verteidigungslinie für den menschlichen Körper.

Wie wirken sich Antibiotika auf den Darm aus?

Antibiotika können sehr hilfreich sein, um krankmachende Bakterien loszuwerden. Aber leider können sie nicht nur gezielt gegen die Bakterien eingesetzt werden, die Probleme verursachen.

Antibiotika töten alle Bakterien ab, mit denen sie in Berührung kommen – damit auch die guten Bakterien. Dies kann zu einer Dysbiose in der Darmflora führen, da die Vielfalt und Menge der Bakterien stark reduziert werden kann.

Wenn Antibiotika eingenommen werden, kann ein probiotisches Nahrungsergänzungsmittel helfen. Dabei werden der Darmflora wieder gute Bakterien zugeführt. Hierdurch werden auch die vorhandenen guten Bakterien stimuliert, sich neu zu vermehren. Dadurch wird der Schaden, den Antibiotika anrichten können, begrenzt.

Wie wirkt sich Alkohol auf die Darmflora aus?

Alkohol kann die Vielfalt und Menge der Bakterien im Darm einschränken, was zu einer Dysbiose führen kann. Je mehr Alkohol getrunken wird, desto stärker sind die Auswirkungen, so dass sich eine Einschränkung des Alkoholkonsums positiv auf die Vielfalt der Darmflora auswirken kann.

Normalerweise ist der Magen-Darm-Trakt von Natur aus durchlässig, da er es den Nährstoffen ermöglichen muss, die Darmschleimhaut zu durchdringen und in die Blutbahn zu gelangen, damit sie im Körper verteilt werden können.

Dieser Prozess dient auch als Schutzbarriere, um Giftstoffe aus dem Blut fernzuhalten und die Gesundheit des Immunsystems zu erhalten. Alkohol kann diese Barriere schwächen, indem er die Zellen, die die Darmwände auskleiden, beschädigt, was zu chronischen Entzündungen führen kann.

Welche Lebensmittel sind schlecht für den Darm?

Zucker ist notwendig für unseren Körper. Die Hauptenergiequelle unseres Gehirns ist Glukose. Aber es ist die Art des Zuckers entscheidend, die zu sich genommen wird.

Freier Zucker oder raffinierter Zucker wie in Kuchen, Keksen und zuckerhaltigen Getränke enthalten oft viel zu viel Zucker für den Körper und werden viel schneller verarbeitet als natürliche Zucker.

Natürlicher Zucker bewegt sich langsamer durch den Körper und ermöglicht es dem Darm, die darin enthaltenen Nährstoffe zu verwerten, während raffinierter Zucker nur so durch den Körper „fliegt“ und die guten Bakterien nicht das bekommen können, was sie benötigen. Überschüssiger Zucker kann auch verhindern, dass gute Bakterien überleben, so dass mehr Platz für schlechte Bakterien im Darm bleibt, was zu Gesundheitsproblemen führen kann.

Ein weiteres Problem kann auftreten, wenn man zu viel Zucker isst. Der Verzehr von weniger als 7 Teelöffeln Zucker bedeutet, dass der gesamte Zucker im Dünndarm verarbeitet werden kann und nicht mit allen Bakterien im Dickdarm interagiert.

Unser Dünndarm hat eine Kapazität von etwa 7 Teelöffeln Zucker, so dass alles, was darüber hinausgeht, in den Dickdarm gelangt, wo es nicht hingehört. Wenn der Zucker in den Dickdarm wandert, kann er schließlich in der Leber und im Blutkreislauf landen.

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